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Im Februar 2020, noch bevor irgenwelche Einschränkungen wegen Corona gültig wurden, waren wir mit Hurtigruten von Bergen nach Kirkenes und zurück unterwegs. Von München sind wir mit KLM über Amsterdam nach Bergen geflogen. Hier gings dann mit einem Bus zum Hafen und durch das Hurtigrutenterminal aufs Schiff, in unserem Fall die Nordnorge. Vom Flug über den Bustransfer bis zum Check-in im Terminal in Bergen, alles war top organisiert. Sogar die Koffer wurden uns auf die Kabine gebracht. Das nenn ich mal Service.

In Bergen ist das Schiff am späten Abend ausgelaufen. Vorher haben wir noch eine Kabine auf  Deck 5 bezogen. Wir hatten eine Kabine mit rund 11m² und einem super bequemen Doppelbett und einem Fenster. Anschliessend gabs noch Abendessen, am ersten Abend Buffet. Das war ein super Einsstand. Egal was, es war super lecker. Von Bergen aus gehhts dann in der Nacht erstmal über Florø, Måløy und Torvik nach Ålesund, wo man nach dem Frühstück ankommt und dann ausgiebig Zeit hat die Stadt zu besuchen.  Die Stadt ist sehenswert und ist als Stadt des Jugendstils bekannt. Bei einem großen Brand im Januar 1904 brandte die Stadt weitgehend ab. Der große Norwegenfan Kaiser Willhelm II unterstützte die Leute anschliessen umfangreich und half dabei die Stadt komplett im Jugendstil neu aufzubauen. Leider haben heutige Architekten vieles davon zunichte gemacht und mit pseudomodern vieles Zer-restauriert.

Am Abend gabs dann unser erstes Abend-Menü. Jeder bekommt hier dasselbe, man hat also keine Auswahl. Doch obwohl die Geschmäcker nunmal verschieden sind, waren allebegeistert von diesem Dreigänge-Menü. Das ist ist echt Sterne-Küche. Alle Gerichte sind irgendwie norwegische Küche und die Zutaten sind wohl von lokalen Zulieferern. Einfach alles genial gut. Alleine wegen der Verpflegung ist die Reise absolut ihr Geld wert.

Spät abends kommt man dann noch nach Molde. Die Stadt hat ein sehr gemäsigtes Klima und ist als Stadt der Rosen bekannt, was aber natürlich nur im Sommer ein Thema ist. Wir haben uns da nochmal die Füße vertreten.

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In der Nacht läuft das Schiff dann noch den Hafen von Kristiansund an, was wir aber in den bequemen Betten total verschlafen haben. Nach einem sensattionellen Frühstück mit frischem Lachs und anderem kamen wir dann in Trondheim an. Trotz seiner nördlichen Lage ist das Klima hier aber durchaus mit München vergleichbar.

Die Stadt wurde um das Jahr 1000 herum gegründet und es gibt durchaus alte Gebäude. Aber Trondheim ist auch eine moderne Stadt. Wir haben da einen ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt gemacht, natürlich auch zum Dom, zu den alten Kaufmannskontoren und auch in ein Stadtviertel mit vielen malerischen Holzhäusern. Am Nachmittag gehts dann durch den Trondheimfjord aufs offene Meer hinaus und an der Küste entlang nach Rørvik. Da bleibt dann genug Zeit die Seele baumeln zu lassen und in den Wirlpool auf dem Achterdeck zu gehen. Rørvik erreicht man dann am späten Abend und die Liegezeit ist auch nur eine viertel Stunde.

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Am nunmehr vierten Tag gehts über die Häfen Brønnøysund, Sandnessjøen, Nesna, Ørnes, Bodø, Stamsund nach Svolvær. Früh morgens überquert man dabei kurz vor dem Hafen Nesna den Polarkreis. Dies wird dann etwas später mit der Polarkreistaufe gefeiert. Neptun erscheint und hält eine Ansprache und einige Passagiere bekommen Eiswürfel in den Kragen. am frühen Nachmittag erreicht man dann Bodø wo man dann rund 2 Stunden Zeit hat für einen Spaziergang durch dei Stadt. Bodø ist eine moderne Stadt, ohne große Higlights. Danacht geht es  4 Stunden über das offene Meer nach Stamsund auf den Lofoten und dann weiter nach Svolvær, was ein echt malerisches Fischerdorf auf den Lofoten ist. Wir haben uns hier dann noch zu einem nächtlichen Spaziergang aufgemacht. Und nachem man Svolvær verlassen hat, gehtes dann noch zum Trollfjord, ein ganz kurzer und sehr enger Fjord. Im Winter fährt das Schiff aber nicht in den Fjord, da hier jederzeit die Gefahr eines Felssturzes besteht, was das Schiff ernsthaft in Gefahr bringen würde.

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Am fünften Tag der Reise ist natürlich Tromsø  das Highlight. Die anderen Häfen Stokmarknes, Sortland, Risøyhamn, Harstad, Finnsnes und Skjervøy erreicht man entweder nachts oder / und die Liegezeit ist einfach zu kurz um von Bord zu gehen.

Tromsø ist in vielem das nördlichste. Die Stadt ist aber trotz ihrer nördlichen Lage von rund 70° nord eine freudliche und keineswegs kalte Stadt. Es gibt eine Uni, Krankenhäuser und kulturelle Einrichtungen und die Stadt liegt einfach wunderbar. Auch zum Skifahren hat man nicht weit, es gibt ein großes Skigebiet in der Stadt. Und im Sommer hat man fast südlichen Flair, wenn man in einem der viele Straßencafes bei lauem Wetter spät abends draussen sitzt. So dunkel es manchmal im Winter ist, so hell ist es im Sommer.

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Am sechsten Tag standen die folgenden Häfen auf dem Programm:

  • Øksfjord
  • Hammerfest
  • Havøysund
  • Honningsvåg
  • Kjøllefjord
  • Mehamn
  • Berlevåg

Eine längere Liefezeit gab es nur in Honningsvåg, die anderen Häfen sind richtig kleine Fischerdörfer, wo die Hutigruten eine wichtige Verbindung zur Aussenwelt darstellt. In Honningsvåg hätte man auch einen Ausflug zum Nordkap oder ein paar Wanderungen buchen können. Diese Ausflüge sind aber mal richtig teuer. Für so einen Ausflug zum Nordkap wären wir dann auch ein paar hundert Euro los gewesen. Da wir aber das alles schon aus unseren Sommerreisen kennen, haben wir uns für einen ausgedehnten Spaziergang in Honningsvåg entschieden. Im Winter ist das auch richtig schön. Und in Honningsvåg war dann auch richtig Winter. Bei dem schönen Licht, das wir hatten, ist das echt ein Erlebnis. Anschliessend war es dann aber auch schön Nußschnecken und Tee auf dem Schiff zu geniessen.

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In der Nacht des 6. Tages ging es dann um die Varanger-Halbinsel herum zum Endpunkt der nordgehenden Route nach Kirkenes. Es standen die Häfen Båtsfjord, Vardø, Vadsø, Kirkenes und dann am Abend wieder Vardø, Båtsfjord und Berlevåg auf dem Programm. Die Bergbaustadt Kirkenes liegt in unmittelbarer Nähe zur Russischen Grenze. Hier hatten wir dann mal richtigen WInter bei deutlich unter -10°C. So stellt man sich Skandinavien im Winter vor. Viele Reisende haben hier das Schiff verlassen und sind nach Hause geflogen, andere kamen hier erst auf das Schiff. Wir haben die Zeit genutzt und haben auch hier wieder einen ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt gemacht. 

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Auf der südgehenden Route zurück nach Bergen erreicht man viele interessante Häfen in der Nacht, weshalb sie auch als der uninteressantere Teil der Reise gilt. Wir habens trotzdem genossen und der 8. Tag führte uns dann in die Häfen Mehamn, Kjøllefjord, Honningsvåg, Havøysund, Hammerfest, Øksfjord, Skjervøy und Tromsø. Einen ausgedehnten Spaziergang haben wir dann nur in Hammerfest machen können. Alle anderen Häfen werden entweder nachts erreicht oder die Liegezeit ist nur wenige Minuten.

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Am 9. Tage geht es dann von Tromsø, wo man etwa Mitternacht ist, über die Häfen Finnsnes, Harstad, Risøyhamn, Sortland, Stokmarknes nach Svolvær und gegen Mitternacht nach Stamsund. Mit anderen Worten man durchfährt den ganzen Tag die wunderbare Inselwelt der  Vesterålen und Lofoten. Oft geht es ganz eng an irgendwelchen kleinen Inseln entlang oder es geht durch ganz enge Fjorde und Kanäle. Ein Highlight ist natürlich die Fahrt durch den Raftsund und die Einfahrt in den Trollfjord. In Svolvaer ist das Magic Ice echt sehenswert. Das ist eine Art Austellung von Eis-Skulpturen.  Es liegt nicht weit vom Hafen und so kann man das problemlos in der kurzen Liegezeit von 2h besichtigen.

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Am 10. Tag geht es erstmal nach Bodø, wo man eine kurze nächtliche Liegezeit hat. Von hier geht es dann über Ørnes, Nesna, Sandnessjøen, Brønnøysund nach Rørvik. Am vormittag überquert man auch wieder den Polarkreis und merkt auch, dass die Tage länger werden und daß auch weniger Schnee liegt. In Brønnøysund hat man auch mit rund zweieinhalb Stunden wieder eine Liegezeit, in der man ausgedeht durch den kleinen Ort schlendern kann.

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Am 11ten Tag erreicht man Trondheim früh morgens um 06:30 und hat dann rund 3 Stunden Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang in die Stadt. Man läuft ungefähr 20 Minuten bis zum Dom und kann gemütlich wieder zum Schiff gehen. Am späten Nachmittag erreicht man dann Kristiansund und kann hier einen Busausflug nach Molde machen. Hier geht es dann über die Atlantikstraße, was im Dunkeln aber nicht wirklich ein Highlight ist. Wir kennen diese wunderschöne Straße aber aud dem Sommer von einer Wohnwagenreise.

 

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Am 12ten Tag geht es dann über Ålesund, Torvik, Måløy, und Florø nach Bergen zurück, wo man dann um planmässig um 14:45 ankommen sollte. Wir hattem aber aufgrund eines Zwischenfalls etwa eine Stunde Verspätung, sind aber trotzdem noch rechtzeitig zum Flughafen gekommen und sind noch nach Hause geflogen, wo wir dann sehr spät abens angekommen sind. Die Gesamtstrecke der Seereise sind laut unserem GPS rund 5000km, eigentlich unglaublich, dass man dies mit einem Schiff, was ja eigentlich langsam fährt, in dieser Zeitr zurücklegen kann.Die Häfen an diesem Tag erreicht man alle nachts und dann hatten wir schlechtes Wetter, weshalb es auch keine Bilder gibt.

Zusammenfassend muß man sagen, die Reise ist jeden Cent wert. Wir haben 12 schöne Tage verbracht, haben in einer schönen und komfortablen Kabine gewohnt. Wir haben eine wunderschöne Landschaft im Winter erleben dürfen, die Verpflegung ins Sterne-Küche - ein Genuss, wir haben nette Leute um uns herum gehabt, es waren auch echt interessante Leute dabei, von der netten Australierin, über die netten älteren Damen aus Südafrika, den Neuseeländischen Schafzüchtern, Italiener, Franzosen, Engländerm und natürlich auch viele nette Deutsche. Und der Service an Bord ist auch echt Spitze, von den netten Zimmermädchen über die Leute im Restaurant oder das Expeditionsteam. Insgesamt echt empfehlenswert.